Raubfisch(nette) Geschichten (37) - März 2025, Kai & Guido

Zur letzten Tour vor der Schonzeit brachen Guido & ich am Freitag bereits gegen 13:00 Uhr auf. Unser Plan, diesmal ohne Stau davonzukommen, ging tatsächlich auf. Da war sogar noch Zeit für eine kleine Rast an der Autobahn.

Kurz vor 17:00 Uhr erreichten wir unsere Unterkunft, in der ich zwar schon seit über 10 Jahren einkehre, aber tatsächlich noch nie mit Guido. Das ist nicht verwunderlich, denn es ist tatsächlich die erste Mehrtagestour von uns beiden mit Boot seit weit über 10 Jahren. So eine lange Durststrecke wird es hoffentlich nicht mehr geben!

Die Vegetation ist hier anscheinend schon deutlich weiter, Kirschblüte inklusive!

Nach dem Essen wurde noch gefachsimpelt, aber Mr. Chaos wäre nicht Mr. Chaos, wenn nicht wieder etwas passiert wäre. Diesmal war es eine fast volle Dose mit gesalzenen Nüssen, die Guido über den Fußboden verteilte 🥴.

Am Samstagmorgen klingelte der Wecker um 05:00 Uhr. Etwas zu spät wie wir bei der Ankunft an der Slippe feststellten - es war schon hell!

Die Fischerei gestaltete sich nicht so einfach. Guido machte nach einer Weile den Anfang mit einem 54er.

Es folgte ein 48er bei mir, der aber nicht aufs Foto musste, obwohl ja der erste... Naja, ich war mir sicher dass da noch was anderes kommen würde.

Der nächste Zander war dann gleich ein schöner 63er, der zeitgleich mit einem 47er bei Guido kam. Fotoduett !

Auf einen Twitchbait fing Guido später dann die erste Kirsche, 45cm !

Bei Guido wurde es dann einige Stunden still, während ich u.a. noch einen 65er und einen 68er Zander fangen konnte.

Es war zäh, hier und da sammelte man mal einen Fisch ein. Es war bereits nach 17:00 Uhr, als wir beide noch einen weiteren Fisch fangen konnten. Bei mir war es ein 74er Hecht, bei Guido noch ein mittlerer Zander.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Brasse, die ich leider nicht waidgerecht gehakt habe.

Am Ende hatten wir nach satten 11 Stunden auf dem Wasser 12 Fische zusammengeangelt.

Sonntag, 23. März 2025

Heute klingelte der Wecker bereits um 04:30 Uhr, da waren wir beide allerdings schon eine Viertelstunde wach und hatten schon den Frühstückstisch gedeckt, angelverrückt eben...

So wirklich gelohnt hatte sich das frühe Ankommen nicht, denn es verlief ähnlich zäh wie am Vortag. Nach zwei kleineren Zandern fing ich den ersten 70er der Tour, mit 73cm und einem schönen Kugelbauch ein sehr fotogener Fisch. 

Guido ließ sich nicht lumpen und hakte ebenfalls einen guten Fisch, der sich dann aber als wirklich kapitale Brasse entpuppte, die den Köder voll genommen hatte.

Danach "entdeckten" wir ca. 15 Graureiher, die voll in der Paarungszeit waren und gleich mehrere Bäume bevölkerten.

Wie am Vortag war es echt mühsam die Fische zu finden. An einem völlig neuen Platz bekamen wir dann fast zeitgleich einen Biss und fingen beide jeweils einen kleinen Hecht. Haben wir so auch noch nicht erlebt.

Das Foto täuscht, die Fische hatten nur 54cm und 60cm.

Es folgten noch ein paar Zander, bevor wir gegen 16:00 Uhr das Wasser verließen. Mit insgesamt 10 Fischen und der Brasse kamen wir zwar auf ein ähnliches Ergebnis wie gestern, gefühlt war es aber noch mühseliger. 

Heute Abend gab es zur Abwechslung mal kein chinesisches Essen.

Montag, 24. März - großes Wasser

Heute planten wir einen Tapetenwechsel und da das Wetter mitspielen sollte, ging es aufs große Wasser. Eine Anfahrt von rund 70km bedeutete nochmal eine halbe Stunde früher aufstehen, klappte prima! Frisch gestärkt mit einem Frühstücksei aus Guidos Hühnerfarm waren wir zur Dämmerung auf dem Wasser. Der Tag begann überraschend dunstig und recht kalt, und der leichte Nebel sollte sich auch erst gegen 10:00 Uhr verziehen. 

Die erste Stellenwahl war ein Treffer, denn wir konnten gleich einige schöne Zander fangen.

Dieser arme Kerl hatte noch einen Einzelhaken mit einem abgerissenen Vorfach im Maul, von dem ich ihn natürlich befreite.

Auch ein 76er Hecht stürzte sich voller Elan auf meinen Köder.

Als die Sonne dann endlich kam und unsere Knochen erwärmte, waren die Zander auf einmal nicht mehr so beißwillig, obwohl sie noch da waren. Also machten wir uns auf in die Flachwasserbereiche, um dort vielleicht einen Barsch zu fangen. Leider brachte das Flachwasser heute gar nichts. Zum Nachmittag fanden wir dann noch zwei Plätze auf denen unsere Driften erfolgreich waren.

Zwischendurch ging meine Butterbrotdose über Bord, aber zum Glück konnten wir sie wieder aus dem Wasser fischen. Da hatte ich doch am frühen Nachmittag schon alles weggefuttert und der Fahrtwind hatte leichtes Spiel mit der leeren Dose.

Zu unserer beider Überraschung frischte der Wind am Nachmittag ordentlich auf, Wir hatten einen "heißen" Ritt über die Wellen auf dem Weg Richtung Slippe. 

Kommt auf dem Foto vielleicht nicht so rüber, war aber heftig auf dem offenen Teich.

Gegen Ende des Angelns um 15:30 Uhr hatten wir 18 Fische gefangen, die besten Zander gingen heute bis 59cm. Wirklich kleine gab es nicht. 

Da wir in den letzten Tagen so einiges an Pfand gesammelt haben, gönnten wir uns heute nach dem Abendessen vom "Statiegeld" eine Creme Brulee, die fehlenden 41 Cent habe ich einfach mal so spendiert 😄.

Morgen steht dann schon der letzte Angeltag auf dem Programm - die Zeit fliegt 😧.

Dienstag, 25. März

Heute ging es wieder auf den Fluss. Es begann zäh, sehr zäh. Die Hoffnung bis zum Mittag vielleicht ein zweistelliges Fangergebnis einzufahren schwand zunehmend. Aber hier und da konnten wir doch noch ein paar Zander einsammeln und am späten Vormittag kam dann kurzzeitig richtig Leben in die Unterwasserwelt. Es waren auch einige schöne dabei, und auch heute fingen wir kaum wirklich kleine Fische. 

Gegen 13:00 Uhr war dann Schluss. Mit insgesamt 11 Zandern war das in Anbetracht des schwierigen Beginns ein wirklich gutes Ergebnis. Nun hat uns bald die Schonzeit wieder im Griff, aber der nächste Bootsarbeitstag ist schon in Planung. Es gibt da noch etwas zu tun! Und in zwei Monaten ist es dann wieder soweit...

Kai

 

 

 

 

 

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