20. Juni 2026 - Der Hitze zum Trotz
Da Lilly und ich in diesem Jahr keinen Urlaub in Holland im Juni machen, entschieden wir uns trotz der aktuellen Hitzewelle kurzfristig für eine Tagestour an den Fluss. Der frühe Vogel war bei uns heute nicht zu Hause, zumal ich am Vorabend auch noch meine Skatrunde hatte und somit machten wir uns ganz gemütlich am späten Vormittag auf den Weg. Wie erwartet war es an der Slippe ziemlich "belebt", aber wir erwischten recht schnell eine Gelegenheit zum Einslippen.
Auch auf dem Wasser waren wir natürlich nicht gerade einsam, aber zumindest waren wir die einzigen Angler.
Das Wetter sollte uns heute mit viel Sonne verwöhnen bei überschaubarem Wind, und auch die Temperaturen waren auf dem Wasser gut auszuhalten. Bereits bei der Ausfahrt aus dem Hafen sahen wir allerdings am Horizont ein dunkles Grau. "Du hast doch gesagt es wird nicht regnen". "Wird es auch nicht", entgegnete ich. Der Blick auf das Regenradar gab mir absolut recht. Ein erster Zander meldete sich nach eine halben Stunde bei Lilly.

Der Himmel wurde derweil noch etwas dunkler, und ehe wir uns versahen, kamen die ersten Tropfen. Der erste Offizier begann zu grummeln... Zunächst blieb es aber harmlos. Kaum am nächsten Platz angekommen, brach der Himmel über uns auf. Obwohl wir ganz in der Nähe der schützenden Brücke waren und ich mit Vollgas die Schutzzone anvisierte, wurden wir binnen Sekunden voll erwischt...


So schnell der Regen gekommen war, so schnell war er dann aber auch wieder weg und sollte auch nicht wiederkommen. Das Boot wurde jetzt erstmal zum Wäscheständer umfunktioniert, im Sommer ja alles halb so wild.
Nun war auch der Wind fast eingeschlafen und er herrschte eine tolle Stimmung auf dem Wasser, denn zusätzlich stand auch noch das nächste WM Spiel der Niederländer an, was man auch an der plötzlichen Ruhe feststellen konnte.
Es folgte ein schönes Beißfenster an dem Platz, an dem es für die Schiffe neuen Treibstoff gibt und wir konnten einige Zander fangen.


Den größten erwischte Lilly mit 68cm.

Ja, ich hatte auch einen 😌.
Als das WM Spiel schon lief und am Fluss schon zweimal das Signalhorn für ein Tor der Niederländer ertönt war, stieg bei mir ein Hecht ein. Nach einem wilden Tanz konnte ich die 102cm lange Dame vor die Linse halten.

Während des Drills muss am Ufer etwas passiert sein. Vor einem Lokal fanden sich in kurzer Abfolge zwei Polizeiwagen und zwei Rettungswagen ein. Dazu landete praktisch vor unserer Nase am Ufer auch noch ein Rettungshubschrauber. Was war passiert? Wir haben es nicht erfahren und lieber weitergeangelt.
Die nächste Stunde war dann besonders produktiv, denn wenn es diese Bilder gibt, dann läuft es!

Die letzte Stunde vor der Dunkelheit war dann nicht mehr produktiv, obwohl man ja meist etwas anderes erwartet.
Mit insgesamt 13 Zandern und einem Hecht in knapp 6 Stunden Angelzeit waren wir natürlich sehr zufrieden. Als wir um 03:00 Uhr nachts im Bett lagen, kam mir wieder dieser Spruch in den Sinn: Et jit kein jrößer Leid, als dat wat man sisch selfs andeit...
Tatsächlich haben wir mehr Zeit im Auto verbracht als auf dem Boot, aber es hat uns Spaß gemacht!
Kai
10. März 2026 - Geburtstag auf dem Wasser
Für Dieter und Daniel ging es am Dienstag zur ersten Tour mit dem Boot raus. Für Dieter war es ein besonderer Tag, da er Geburtstag hatte. Wir Trafen uns um vier Uhr und kamen sehr gut durch, sodass wir um kurz nach sieben auf dem Wasser waren. Entgegen unserer Erwartungen war der Fluss sehr klar. Vom Hochwasser und Schmelzwasser der letzten Wochen war nichts mehr zu sehen. Die ersten Driften brachten bis auf zwei Fehlbisse nichts ein.
So dauerte es bis kurz nach neun bis ich den ersten Fisch des Jahres landen konnte.

Dieser war mit 60cm auch ganz ordentlich für den ersten Fisch des Jahres.
Dieter musste sich noch etwas länger gedulden bis der erste Fisch des Jahres an Bord durfte.

Das Wetter war eigentlich als Sonne mit einem kleinen Schauer und wenig Wind vorhergesagt. Leider ist man in den letzten Monaten verlassen, wenn man sich auf die Wetterapp verlässt. Es setzte ein Sprühregen über den ganzen Tag mit stärkeren Schauern und auffrischendem Wind ein. Wir konnten in der produktiven Zeit (drei Stunden) insgesamt sechs Fische fangen.

Die Größe war sehr schön mit einem Ausreißer nach unten. Wir beendeten den Angeltag gegen 15:30 Uhr. Die Rückfahrt hat sich leider etwas länger aufgrund von Staus und Sperrungen auf den niederländischen Autobahnen. Vielleicht kommen wir ja noch einmal ein paar Tage vor der Schonzeit aufs Wasser.
Daniel
7. März 2026 - Denn wenn et Trömmelche jeht ...
Dann stonn mer all parat. Ach nee, das ist ja schon vorbei! Jetzt geht es nach viel zu vielen Wochen ohne angeln endlich wieder los. Im Januar und Februar habe ich bei der Wetterlage nicht so viel vermisst, aber als dann das schöne Wetter einsetzte und der März da war, kribbelte es trotz der bereits geplanten Touren mit Guido und Lilly ganz gehörig. Also kurzentschlossen auf Ulis Initiative hin eine Tagestour in Angriff genommen 😄.
Das Wetter ist ja momentan so konstant schön, da mussten wir uns auf keine Überraschungen einstellen. Eher auf die Gefahr des ersten Sonnenbrandes. Da ich am Vorabend noch meinen regelmäßigen Skatabend hatte (der wegen der Angeltour sozusagen "trockenfiel") waren es nur zwei Stunden Schlaf, bevor ich mich um 03:00 Uhr nachts mit Uli am Boot traf.
Am Wasser angekommen erwartete uns dichter Nebel, der uns erst einmal an die Hafenausfahrt fesselte.

Trotzdem konnte Uli sehr schnell den ersten 60+ Zander fangen und damit auch den ersten Zander 2026!

Wenig später legte ich mit einem 50er nach, der gleichzeitig der kleinste Fisch des Tages werden sollte.
Langsam wurde es etwas heller und wir riskierten die Überfahrt ans andere Flussufer. So richtig wollte der Nebel aber nicht verschwinden, und während wir böses ahnten, war es saukalt. So kalt, dass Uli schon anfing Turnübungen zu machen 🤡. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir bereits, dass die Kleidungsvariante "kalt" die bessere Wahl gewesen wäre.

Hier und da ließ sich ein Zander den trüben Fluten entlocken, aber da die Sonne völlig chancenlos war, brachten Twitchbait & Co im Flachwasser leider nichts.


Erst am frühen Nachmittag gab es partiell ein wenig Sonne, und in dieser einen Stunde auch ein sehr schönes Beißfenster. Auf der, wir nennen sie mal "Sonnendrift" waren die Stachelritter sehr aktiv und einige Zander kamen in kurzer Abfolge mal kurz ins Boot.



Leider verschwand die Sonne dann weitgehend wieder, und mit ihr gefühlt auch der Hunger der Zander. Die letzten Stunden vor der Heimreise wurde es dann wieder sehr zäh.
Zufrieden waren wir mit insgesamt 14 Zandern in guter Durchschnittsgröße und völlig ohne Fische aus dem Kindergarten natürlich trotzdem. Hecht und Barsch hatten wohl "keine Sicht" und blieben aus.
Kai